Pamplona Grup sind acht junge Musiker mit einem Faible für Tanzbeine, leichten Wahnsinn und Musik aus dem wilden Osten. Altbekanntes in neuem Gewand mischt sich unter ofenfrische Eigenkompositionen, eine Prise Melancholie würzt die pure Lebensfreude - und aus Tanzfreudigen werden Tanzwütige. Aber auch Liebhabern der Kontemplation kocht die Grup mit feinen Arrangements, vielfältigen Klangfarben und expressiven Soloeinlagen ein Süppchen mit Schmackes. Alles in allem quasi eine basisdemokratische Sowjetunion in Tönen.

Geige

Dominik Meyer erblickte das dunstige Licht von Muri, als der Kommunismus noch beinah ernstzunehmen war. Da er nicht nur der Ratsälteste, sondern auch der einzige Blaublüter der Grup ist, obliegt ihm, einer langen historischen Tradition zufolge, auch die Vorreiterrolle für Narretei und fröhlichen Blödsinn. Zudem ist er auf unserer Suisaliste mit einem guten Drittelsanteil dominant vertreten. Im schmalen Streifen Restleben, den der Heilige Pamplönerorden seinen Fahrern lässt, widmet sich Dominik seinen Mitmenschen und erarbeitet sich autodidaktisch den Titel eines Kaffeemeisters.

Klarinette

Fabian Mösch ist ein radikaler Vertreter der Neuen Windischer Schule. Mit Moustache und Flatterzunge verleiht er jeder Note Charakter und Aussagekraft, ganz zu schweigen von seinen Socken. Fabian sorgt Tag und Nacht für Vernunft, Haarschnitt und Ordnung in Pamplonaland, zudem ist er einer der Gründerväter des Kollektivs. Daneben widmet er sich seiner Porzellanfigurensammlung und - seinen Socken. 

Socken. Socken. Socken.

Posaune

Benedikt Fischer stellt den Bandbart und bildet zusammen mit dem Sockenfürst die Brutstätte der Anfangsidee, aus welcher das entstand, worüber wir nur bei Stromausfällen nachdenken. Bendo der Bärtige bringt die Souveränität eines Mannes auf die Bühne, der mit viel Blech gut umzugehen weiss - und die Damen im Publikum reihenweise zum Kreischen. In seiner Fiche finden sich ein Bachelor Blablabla in klassischer Posaune, eine Informatikerlehre und ganz viele andere tolle Dinge, die als destillierte Lebenserfahrung wesentlich zur bärigen Gesetztheit beitragen, welche unseren Soloposaunisten auszeichnet.
Benedikt hat von allen Pamplönern die meisten Rufnamen. Er könnte im Prinzip ein eigenes Telefonbuch haben. Oder eine eigene Religion.

Trompete

Matthias Manser (Mölpis Matti) Tja, was soll man sagen? Er stand eines Abends einfach vor der Tür des Oederlin, in Jute gehüllt, ein Eichhörnchen und eine Trompete im Gepäck, und in einem Anflug von Gutmenschentum haben wir ihn behalten. Mittlerweile können wir uns meistens mit ihm verständigen, und Notenlesen hat er auch gelernt. Alles in allem eine erfreuliche Entwicklung. Leider verschied das Eichhörnchen bald nach seinem Auftauchen, dafür hat der Mölp jetzt angefangen zu rauchen und mit sich selbst zu reden.

Akkordeon

Mario Strebel spielt Akkordeon, damit er nur 16 Stunden am Tag eine Hand zum Rauchen frei hat. Dafür spielt er so gut, dass er diese 16 Stunden auch finanzieren kann. Wir mögen ihn für's eine wie für's andere, und seine spontanen Chansons über die Reflexion der Relevanz intensiv gepflegter entsprechender Synapsen für das ultimative Sperberauge im Zusammenhang mit Phallussymbolen im individuellen Umfeld sorgen immer wieder für siebenfache Gänsehaut in der Grup.
Mario macht meistens alles und manchmal nichts, und er mag Fenchel.

Gitarre

Claude Stucki Gross. Das deutsche. Groooooss. Das ist Claude. Unter anderem. Er ist ausserdem ein begnadeter Gitarrist und Groove-Gourmet, wie auch Gintrinker und Nichtraucher. Claude hat schon mit so vielen tollen und wichtigen Leuten zusammengespielt, dass wir hier keine erwähnen, weil wir sonst alle erwähnen müssten, was wiederum zur Folge hätte, dass Sie alles lesen müssten und der Text wahnsinnig lang würde und die ganze Seite hier völlig aus dem Gleichgewicht geriete und wir andern auch irgendwie schlecht dastünden bei einer solchen Koryphäenkonzentration und dann die schlechte Stimmung bei uns und die geröteten juckenden Augen bei Ihnen und - wir lassen's dabei.

Kontrabass

Christoph Küng Wäre Pamplona Grup das israelitische Volk auf Exodus, Christoph wäre der dicke lustige Mannabäcker hinter den Wolken. Denn wen die Frage umtreibt, was der Mensch ohne Essen wäre, würde wohl gnadenlos an die Wand gefahren von der ungeheuerlichen Vorstellung, die dieser Frage innewohnt: Was wäre die Musik ohne Bass?
(Badumm! macht die Hinterkopfband - und schon wieder geht nichts ohne: Bass.) Zudem war seine Stube unser erstes Probelokal und sie ist es immer noch. Sie ist nämlich schön.
Christoph arbeitet für eine Künstlerin in Zürich und hat bei einigen kulturellen Projekten in Baden seine Finger im Spiel. Und bei uns, Gottseidank.

Perkussion

Lukas Briner Was Yogi-Tea auf seinen Beutelchen offenbart, wissen wir aus Erfahrung: In der Stille wird alles klar. Es könnte aber auch daran liegen, dass der Brinerlukas entfernt mit einer Fricktaler Oktopusfamilie verwandt ist. Jedenfalls sorgt der schweigsame Herr in der hinteren Reihe mit eiserner Hand und mindestens sechs Gehirnhälften für Ordnung und Sauberkeit im musikalischen Betrieb.
Lukas ist stolzer Besitzer eines Dafalgan-Trinkglases.
Vielen Dank für die Unterstützung an den kulturdünger!
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